Die häufigsten Betrugsmaschen bei Kreditkarten
1. Phishing
Gefälschte E-Mails oder Websites, die Ihre Kartendaten stehlen wollen. Merkmale: dringende Aufforderungen, unbekannte Absender, Links zu gefälschten Bank-Websites. Lösung: Niemals auf Links in E-Mails klicken – immer direkt die Bank-Website aufrufen.
2. Skimming
Manipulierte Geldautomaten oder Kartenterminals lesen Kartendaten und PIN-Eingabe heimlich aus. Lösung: Automat auf Auffälligkeiten prüfen, PIN mit Hand abdecken, kontaktloses Bezahlen bevorzugen (NFC ist nicht skimmbar).
3. Card-Not-Present-Betrug (CNP)
Gestohlene Kartendaten werden für Online-Einkäufe genutzt. Lösung: 3D-Secure aktivieren, virtuelle Einmalkarten für Online-Einkäufe nutzen.
4. Man-in-the-Middle bei öffentlichem WLAN
Angreifer in öffentlichen WLANs können unverschlüsselten Datenverkehr mitlesen. Lösung: VPN nutzen, HTTPS-Verbindungen prüfen, sensible Transaktionen nur im eigenen Netzwerk durchführen.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen
- Echtzeit-Benachrichtigungen in der Banking-App aktivieren
- 3D-Secure (Verified by Visa / Mastercard SecureCode) aktiviert lassen
- Virtuelle Einmalkarten für Online-Shopping nutzen (Revolut, N26)
- Karte bei Nichtnutzung in der App sperren
- PIN niemals aufschreiben oder weitergeben
- Kontoauszüge monatlich prüfen
- Skimming-Schutz: NFC/kontaktlos bevorzugen
Was tun bei unbefugten Abbuchungen?
- Karte sofort sperren (App oder 116 116)
- Bank informieren und Transaktion anfechten
- Chargeback (Rückbuchung) beantragen
- Polizei informieren bei Verdacht auf Betrug
- Neue Karte beantragen
Ihr gesetzlicher Schutz
Bei nicht autorisierten Transaktionen haftet die Bank nach § 675u BGB. Ihre maximale Haftung vor einer Kartensperrung beträgt nur 50 € – und bei schwerem Verschulden der Bank sogar 0 €. Nach Meldung der Sperrung haben Sie keinerlei Haftung mehr.