Die Kreditkartenabrechnung: Grundstruktur
Jede Kreditkartenabrechnung (auch: Kreditkartenkontoauszug) enthält dieselben Grundelemente:
- Abrechnungszeitraum: Der Zeitraum (meist ein Monat), für den die Abrechnung gilt
- Vormonatssaldo: Ihr Startguthaben/-schulden zu Beginn des Abrechnungszeitraums
- Neue Umsätze: Alle Transaktionen des Abrechnungszeitraums
- Gesamtsaldo: Summe aller Umsätze + eventuelle Vormonatsschulden
- Zahlungseingänge: Ihre Zahlungen in diesem Zeitraum
- Fälliger Betrag: Was Sie bis zum Fälligkeitsdatum zahlen müssen
Charge-Karte vs. Revolving-Karte: Unterschied auf der Abrechnung
Charge-Karte: Der gesamte Saldo ist am Fälligkeitsdatum (oft 25. des Monats) fällig. Bei vollständiger Rückzahlung fallen keine Zinsen an. Das ist der Normalfall in Deutschland.
Revolving-Karte: Sie können einen Mindestbetrag (oft 2–5% des Saldos, mindestens 20–25 €) zahlen. Der Rest wird zum nächsten Monat übertragen und verzinst (15–25% p.a.). Das ist teuer und sollte vermieden werden.
Wichtige Begriffe auf der Abrechnung
- Buchungsdatum vs. Valutadatum: Buchungsdatum = wann die Transaktion gebucht wurde; Valutadatum = wann Zinsen ab diesem Datum berechnet werden
- Verfügungsrahmen: Ihr maximales Kreditlimit
- Verfügbarer Rahmen: Aktuell noch nutzbares Limit
- Sollzinssatz: Der jährliche Zinssatz für Überziehungen/Revolving
- Effektiver Jahreszins: Sollzins inkl. aller Kosten (für Preisvergleiche)
- Mindestrückzahlung: Kleinster Betrag, der bezahlt werden muss
Fehler auf der Abrechnung
Wenn Sie eine Transaktion nicht erkennen oder für falsch halten:
- Buchnungsname ≠ Händlername – oft weichen diese ab (z.B. erscheint "Amazon" als "AWS" oder "AMZN")
- Kontaktieren Sie den Händler direkt für eine Rückerstattung
- Falls keine Einigung: Chargeback bei Ihrer Bank beantragen
- Frist für Chargeback: 120 Tage ab Transaktionsdatum (Visa/Mastercard)