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Kinderkarten im Vergleich 2026

Kreditkarte für Kinder
Sicher zahlen lernen – mit Elternkontrolle

Echte Kreditkarten gibt es erst ab 18. Für Kinder gibt es Prepaid- und Debitkarten – ohne Verschuldungsrisiko, mit App-Kontrolle für Eltern. Dieser Vergleich zeigt, welche Karte zu welchem Alter und Anlass passt.

Keine Schulden möglich – Guthabenprinzip Eltern sehen jede Ausgabe in Echtzeit Kostenlose Optionen ab 0 €/Monat
6–11 Jahre
Prepaid mit Elternkontrolle (Bling)
12–17 Jahre
Debitkarte / Revolut für Ausland
ab 18
Echte Kreditkarte möglich

Was ist eine Kreditkarte für Kinder – und was nicht?

Minderjährige dürfen sich in Deutschland nicht verschulden. Eine echte Kreditkarte, die einen Kreditrahmen einräumt, ist für Kinder unter 18 Jahren nicht möglich. Was Eltern für ihre Kinder beantragen können, sind Prepaid-Kreditkarten (Geld muss vorab drauf sein) oder Debitkarten (buchen direkt vom Girokonto ab). Beide funktionieren nur im Guthabenrahmen.

Trotzdem haben diese Karten das Visa- oder Mastercard-Logo – was bedeutet, dass sie überall dort akzeptiert werden, wo diese Zahlungssysteme gelten. Das ist gerade im Ausland, beim Online-Shopping oder auf Klassenfahrten ein großer Vorteil gegenüber der klassischen Girocard.

Bling, DKB, Revolut und Comdirect im direkten Vergleich

Das sind die vier Anbieter, die Eltern am häufigsten wählen. Jeder hat klare Stärken – die richtige Wahl hängt vom Alter des Kindes und Ihrem eigenen Banking ab.

Bling
ab 2,99 €/Monat

Bling Prepaid Mastercard – Beste Wahl für junge Kinder

Bling ist eine Prepaid Mastercard, die speziell für Kinder ab 7 Jahren entwickelt wurde. Die Karte funktioniert ohne Girokonto. Eltern laden Guthaben über die App auf, das Kind kann nur ausgeben, was drauf ist.

Mindestalter 7 Jahre
Kosten Lite: 2,99 €/Monat · Plus: 4,99 € · Max: 8,25 €
Typ Prepaid Mastercard (kein Girokonto nötig)
Elternkonto Nicht erforderlich
Stärken Kindgerechte App, Sparziele, Ausgaben-Übersicht, anpassbare Limits
Schwächen Einzige Option mit monatlicher Gebühr

Fazit: Beste Wahl für Kinder unter 12 Jahren, die den Umgang mit Geld lernen. Die App erklärt Ausgaben kindgerecht. Die Gebühr ist gerechtfertigt, wenn Sie die Funktionen nutzen.

DKB
kostenlos

DKB Juniorkarte – Kostenlos und weltweit einsetzbar

Die DKB Visa Debitkarte zum U18-Konto kostet nichts und funktioniert weltweit ohne Auslandsgebühren. Das Konto ist bis zum 21. Geburtstag kostenlos. Voraussetzung: Ein Elternteil muss DKB-Kund sein.

Mindestalter ab Geburt (Karte meist ab 7)
Kosten 0 € bis 21 Jahre
Typ Visa Debitkarte (Girokonto erforderlich)
Elternkonto DKB-Elternkonto erforderlich
Stärken Kostenlos, weltweit keine Gebühren, Card Control für Eltern
Schwächen Elternkontrolle endet mit 18, DKB-Konto der Eltern Pflicht

Fazit: Beste Wahl, wenn Sie bereits DKB-Kunde sind. Kostenlos, zuverlässig, ideal für Klassenfahrten und Auslandsjahre. Für jüngere Kinder weniger spielerisch als Bling.

Revolut
kostenlos

Revolut <18 – Modernste App, ideal für Ausland

Revolut <18 richtet sich an Kinder zwischen 6 und 17 Jahren. Das Konto ist kostenlos, Eltern brauchen das kostenlose Revolut-Basispaket. Besonders stark: Fremdwährungen werden zum Interbanken-Kurs umgerechnet – das macht die Karte zur günstigsten Option im Ausland.

Mindestalter 6 Jahre
Kosten 0 € (Eltern brauchen Revolut-Konto, kostenlos)
Typ Visa oder Mastercard Debitkarte
Elternkonto Kostenloses Revolut-Konto ausreichend
Stärken Beste Auslandskonditionen, moderne App, Sparziele, Aufgabensystem
Schwächen Kein deutsches Unternehmen, E-Geld-Institut

Fazit: Beste Wahl für Jugendliche mit Auslandserfahrung – Schüleraustausch, Abifahrt, Sprachreise. Auch gut für technikaffine Kinder, die eine moderne App schätzen.

Comdirect
kostenlos

Comdirect Juniorgiro – Solide Filialbank-Option

Die Comdirect Visa Debitkarte zum Juniorgiro ist kostenlos und ab 7 Jahren verfügbar. Sie bietet weltweit drei kostenlose Barabhebungen pro Monat. Für Zahlungen in Fremdwährungen fällt eine Gebühr von 1,75 % an – das ist günstiger als viele Girocards, aber teurer als DKB oder Revolut.

Mindestalter 7 Jahre
Kosten 0 € Kartengebühr
Fremdwährung 1,75 % Gebühr
Abhebungen 3x kostenlos/Monat weltweit, danach Gebühren
Stärken Bekannte deutsche Bank, Apple Pay und Google Pay
Schwächen Fremdwährungsgebühr, begrenzte Abhebungen

Fazit: Gute Option für Familien, die bereits bei der Comdirect (Commerzbank-Tochter) bankieren. Im Ausland ist DKB oder Revolut günstiger.

Direktvergleich: Alle vier Karten auf einen Blick

Karte Ab Alter Kosten Fremdwährung Elternkonto Bestes Einsatzgebiet
Bling Mastercard 7 Jahre ab 2,99 €/Monat k.A. Nicht nötig Gelderziehung für Kinder
DKB Juniorkarte ab Geburt 0 € 0 % DKB-Konto Pflicht Alltag + Ausland
Revolut <18 6 Jahre 0 € 0 % (Interbankenkurs) Kostenloses Revolut Ausland, Reisen
Comdirect Juniorgiro 7 Jahre 0 € 1,75 % Comdirect-Konto Inland, 3 Abhebungen/Monat
HypoVereinsbank 12 Jahre 0 € k.A. HVB-Konto Ältere Jugendliche

Welche Karte passt zu welchem Alter und Anlass?

6–10 Jahre

Erste Schritte mit Geld

In diesem Alter geht es darum, das Konzept von Geld zu verstehen. Wie viel kostet etwas? Was passiert, wenn das Geld aufgebraucht ist? Prepaid-Karten sind ideal – das Kind lernt, mit einem festen Budget auszukommen.

  • Bling ab 7 Jahren (kinderfreundlichste App)
  • DKB Juniorkarte (wenn DKB-Elternkonto vorhanden)
  • Ausgabelimits von Anfang an einrichten
  • Eltern sehen jede Transaktion sofort
11–14 Jahre

Mehr Eigenständigkeit

Ältere Kinder brauchen mehr Flexibilität: Online-Shopping für Schulbücher, digitale Spiele, erste Freizeitaktivitäten ohne Eltern. Jetzt sind Debitkarten mit Online-Freigabe sinnvoll.

  • DKB Juniorkarte (weltweit, kostenlos)
  • Revolut <18 (moderne App, gut für Klassenfahrten)
  • Online-Käufe gezielt freigeben
  • Ausgabenübersicht gemeinsam besprechen
15–17 Jahre

Ausland und Eigenverantwortung

Schüleraustausch, Abifahrt, erstes Auslandsjahr – hier wird eine Karte ohne Auslandsgebühren wichtig. Revolut <18 oder die DKB Juniorkarte sind die besten Optionen für diese Altersgruppe.

  • Revolut <18 (bester Wechselkurs)
  • DKB Juniorkarte (weltweit 0 % Gebühr)
  • Notfallnummer 116 116 auf dem Handy speichern
  • Karte sofort per App sperren können

Was Eltern rechtlich wissen müssen

Kinderkarten klingen unkompliziert – aber es gibt rechtliche Details, die Eltern kennen sollten.

5 praktische Tipps für Eltern

1

Ausgabelimit niedrig starten, dann anpassen

Starten Sie mit einem wöchentlichen Limit, das dem Taschengeld entspricht – zum Beispiel 10 oder 15 Euro. Erhöhen Sie es erst, wenn Ihr Kind zeigt, dass es damit umgehen kann. Alle Kinderkarten erlauben diese Limits per App. Das ist kein Misstrauen, sondern eine lehrreiche Grenze.

2

Karte für die Klassenfahrt vorbereiten

Vor einer Klassenfahrt ins Ausland: Prüfen Sie die Fremdwährungsgebühren Ihrer Karte. Laden Sie etwas mehr Guthaben auf als das Taschengeld für die Reise, damit das Kind einen Puffer hat. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es die Karte in der App sperrt – und speichern Sie die Notfallnummer 116 116 auf dessen Handy.

3

Ausgaben gemeinsam besprechen

Die Transparenz einer Kinderkarte ist ihr größter Vorteil – aber nur, wenn Sie sie nutzen. Schauen Sie einmal pro Woche gemeinsam auf die Ausgabenübersicht. Fragen Sie nicht nur "Was hast du ausgegeben?", sondern auch "War es das wert?". Diese Gespräche sind wertvoller als jede App-Funktion.

4

Online-Zahlungen gezielt freigeben

Nicht alle Kinderkarten sperren Online-Zahlungen standardmäßig. Prüfen Sie die Einstellungen beim Einrichten. Für jüngere Kinder empfiehlt sich eine Sperrung, bis Sie ein konkretes Online-Shopping-Bedürfnis besprechen. Bling und Revolut erlauben sehr granulare Einstellungen pro Kategorie oder Händlertyp.

5

Karte als Einstieg in Finanzbildung nutzen

Kinder, die früh mit digitalem Geld umgehen, verstehen später besser, wie Girokonto, Zinsen und Budget funktionieren. Nutzen Sie die Karte bewusst: Erklären Sie, was eine Abbuchung ist, warum das Guthaben kleiner wird und wie man spart. Das ist die Basis für finanzielle Eigenständigkeit.

Kinderkarte oder Bargeld – was ist besser?

Aspekt Kinderkarte Bargeld (Taschengeld)
Bei Verlust Sofort sperrbar, Guthaben bleibt Weg, kein Ersatz möglich
Kontrolle durch Eltern Echtzeit-Übersicht per App Keine Übersicht nach der Übergabe
Online bezahlen Möglich (je nach Karte und Einstellung) Nicht möglich
Im Ausland Visa/Mastercard überall akzeptiert Wechselgebühren, Akzeptanzprobleme
Lerneffekt Budgetplanung Hoch (digitale Buchführung, sichtbares Guthaben) Mittel (Münzen und Scheine anfassbar)
Kosten für Eltern 0–3 €/Monat (je nach Anbieter) 0 €

Hinweis: Für sehr junge Kinder (unter 7 Jahren) ist Bargeld sinnvoller, weil es greifbarer ist. Für Kinder ab 7 Jahren ist eine Kinderkarte eine gute Ergänzung oder Alternative – besonders für den Alltag ohne Eltern.

Häufige Fragen zu Kreditkarten für Kinder

Klare Antworten auf die wichtigsten Fragen für Eltern

Echte Kreditkarten sind in Deutschland erst ab 18 Jahren möglich. Für Kinder gibt es Prepaid-Karten und Debitkarten, die ohne Kreditfunktion auskommen. Bling und Revolut <18 starten ab 6 Jahren, die DKB Juniorkarte ist ab Geburt verfügbar (Karte wird aber meist ab 7 Jahren beantragt). Die HypoVereinsbank gibt Debitkarten erst ab 12 Jahren heraus. Das Mindestalter variiert je nach Anbieter.