Für Auslandsreisen eignen sich am besten Kreditkarten ohne Auslandsgebühr. Advanzia Mastercard Gold, TF Mastercard Gold, Bank Norwegian Visa und Hanseatic GenialCard sind allesamt kostenlos, erheben weder Auslandseinsatzentgelt noch Abhebungsgebühren und gelten weltweit. Wer mit einer Standardkarte reist, zahlt dagegen 1,5 bis 2,5 Prozent Auslandsgebühr auf jede Transaktion.
Dieser Ratgeber erklärt alle anfallenden Gebühren, vergleicht die besten Reisekarten und zeigt, wie Sie Kostenfallen wie Dynamic Currency Conversion sicher vermeiden.
Was kostet die Kreditkarte im Ausland wirklich?
Bei den meisten deutschen Standardkarten fallen im Ausland zwei Gebührenarten an: das Auslandseinsatzentgelt (1,5 bis 2,5 Prozent auf jede Transaktion in Fremdwährung) und eine Abhebungsgebühr am Geldautomaten. Beide zusammen können auf einer zweiwöchigen Reise leicht 40 bis 60 Euro kosten.
Fremdwährungsgebühr und Auslandseinsatzentgelt
Das Auslandseinsatzentgelt (auch Fremdwährungsgebühr genannt) fällt an, wenn Sie außerhalb der Eurozone mit Karte bezahlen oder Geld abheben. Die Gebühr wird als Prozentsatz des Transaktionsbetrags berechnet. Bei den meisten deutschen Standardkarten liegt sie zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Transaktion.
Innerhalb der Eurozone fällt keine Fremdwährungsgebühr an, da alle Zahlungen in Euro erfolgen. Sobald Sie in ein Nicht-Euro-Land reisen, beispielsweise in die USA, nach Großbritannien, in die Schweiz, nach Japan oder in die meisten asiatischen und afrikanischen Länder, wird die Gebühr aktiv.
Ein Beispiel: Wer auf einer zweiwöchigen USA-Reise 2.000 Euro ausgibt, zahlt mit einer Karte, die 2,0 Prozent Auslandsgebühr verlangt, 40 Euro extra. Mit einer 0-Prozent-Karte entfällt dieser Betrag vollständig.
| Gebührenart | Standardkarte (1,5–2,5 %) | Beste Reisekarten |
|---|---|---|
| Fremdwährungsgebühr | 1,5–2,5 % pro Transaktion | 0 % |
| Geldabhebung Ausland | 1,5–3,9 % (mind. 3–5 €) | 0 % |
| Beispiel: 2.000 € Reiseausgaben | 30–50 € Aufpreis | 0 € |
Gebühren beim Geldabheben im Ausland
Neben der Fremdwährungsgebühr kann beim Abheben am Geldautomaten eine separate Abhebungsgebühr anfallen. Viele Banken erheben diese auch dann, wenn sie keine Fremdwährungsgebühr verlangen. Hinzu kommt das Betreiberentgelt: Der Automatenbetreiber selbst kann eine eigene Gebühr verlangen. Auf diese haben die Kartenherausgeber keinen Einfluss.
Selbst wenn Ihre Bank keine Abhebungsgebühr verlangt, kann der Geldautomat vor Ort eine Fremdgebühr einblenden. Prüfen Sie die Anzeige genau, bevor Sie die Abhebung bestätigen.
Die besten Kreditkarten fürs Ausland 2026 (Vergleich)
Advanzia Mastercard Gold, TF Mastercard Gold, Bank Norwegian Visa und Hanseatic GenialCard erheben weltweit weder Auslandsgebühr noch Abhebungsgebühr und kosten keine Jahresgebühr. Die folgende Tabelle zeigt diese und weitere Optionen mit vollständig verifizierten Produktdaten.
Für Reisende ohne besondere Versicherungsanforderungen sind die drei kostenlosen Karten mit 0 Prozent auf alle Auslandskosten die einfachste Wahl. Wer Reiseversicherungen benötigt, findet darunter ebenfalls günstige Optionen.
| Karte | Jahresgebühr | Auslandsgebühr | Abheben Ausland | Reisevers. | Mietwagen-Schutz |
|---|---|---|---|---|---|
| Advanzia Mastercard Gold | 0 € | 0 % | 0 % | ✓ | ✓ |
| TF Mastercard Gold | 0 € | 0 % | 0 % | ✓ | ✓ |
| Bank Norwegian Visa | 0 € | 0 % | 0 % | ✓ | – |
| Hanseatic Bank GenialCard | 0 € | 0 % | 0 % | – | – |
| N26 You Mastercard | 9,90 €/Monat | 0 % | 0 % | ✓ | ✓ |
Hinweis zur Advanzia Mastercard Gold: Diese Karte ist eine Revolving-Card mit 49 Tagen zinspfreiem Zahlungsziel. Wer den Saldo nicht monatlich vollständig begleicht, zahlt Zinsen. Für Reisende, die den Saldo regelmäßig ausgleichen, ist sie eine der stärksten kostenlosen Reisekarten auf dem deutschen Markt.
Mastercard oder Visa? Beide Netzwerke sind weltweit nahezu gleichwertig akzeptiert. In manchen Regionen hat ein Netzwerk leichte Vorteile, etwa Mastercard in bestimmten europäischen Ländern oder Visa in Teilen der USA und Asiens. Mit einer Karte jedes Netzwerks sind Sie überall gut aufgestellt. Wer nur eine Karte mitbringt, ist mit beiden gut bedient.
Eine größere Auswahl an Karten ohne Auslandsgebühr finden Sie im Überblick auf unserer Seite Kreditkarte ohne Auslandsgebühr sowie im Bereich Reisekreditkarten.
Kreditkarte oder Debitkarte im Ausland – was ist besser?
Für normale Zahlungen und Abhebungen funktionieren Debitkarten mit Visa- oder Mastercard-Logo nahezu überall genauso gut wie echte Kreditkarten. Der Unterschied zeigt sich in zwei Situationen, die viele Reisende erst vor Ort überraschen.
Mietwagen und Hotel-Kautionen: Viele Mietwagenfirmen und Hotels verlangen bei der Buchung eine echte Kreditkarte, also eine Karte mit einem Kreditlimit. Sie blockieren einen Betrag als Kaution auf Ihrer Karte. Mit einer Debitkarte, die das Geld sofort vom Girokonto abbucht, funktioniert das oft nicht. Im schlimmsten Fall erhalten Sie das Mietauto nicht oder müssen eine teurere Lösung suchen.
Normale Zahlungen und Abhebungen: Für das Bezahlen in Geschäften, Restaurants und Hotels sowie für Abhebungen am Automaten sind moderne Debitkarten mit Visa- oder Mastercard-Logo genauso geeignet wie Kreditkarten. Die oben genannten Karten von N26 und Bank Norwegian sind technisch Debitkarten, werden aber von fast allen Kassen und Automaten wie Kreditkarten behandelt.
Wer auf Reisen Mietwagen oder Hotels mit Kaution bucht, sollte mindestens eine echte Kreditkarte dabeihaben. Die Advanzia Mastercard Gold und die TF Mastercard Gold sind echte Kreditkarten mit Kreditrahmen und eignen sich für genau diese Situation.
Praktischer Tipp: Fahren Sie im Urlaub zwei Karten nebeneinander. Eine kostenlose Reisekarte (zum Beispiel Advanzia oder TF Gold) für alle Alltagszahlungen und Abhebungen, plus eine zweite Karte als Backup. So sind Sie auch bei einer Kartensperrung oder einem Verlust sofort handlungsfähig.
Dynamic Currency Conversion (DCC) – immer ablehnen
Dynamic Currency Conversion ist eine der häufigsten Gebührenfallen im Ausland. Sie tritt an Geldautomaten und Kartenterminals in Fremdwährungsländern auf.
Das Angebot läuft so: Der Automat oder die Kasse fragt, ob Sie den Betrag in Euro (Ihrer Heimwährung) oder in lokaler Währung bezahlen möchten. Das klingt praktisch, ist es aber nicht. Wählen Sie Euro, legt der Automatenbetreiber oder Händler den Wechselkurs fest, nicht Visa oder Mastercard. Der Aufschlag beträgt typisch 2 bis 5 Prozent gegenüber dem offiziellen Kartennetzwerk-Kurs.
Regel: DCC immer ablehnen. Wählen Sie am Automaten und an der Kasse immer die lokale Währung. Der Wechselkurs von Visa und Mastercard ist nahezu immer günstiger als der DCC-Kurs des Betreibers. Ausnahme: Karten mit eigenem schlechtem Wechselkurs, etwa Wochenendaufschläge bei einigen Neobankprodukten.
So erkennen Sie DCC-Angebote:
- Am Automaten erscheint eine Abfrage wie "Pay in EUR?" oder "Zahlen in Euro?"
- An der Kasse fragt der Kassierer, ob Sie in Euro zahlen möchten
- Ein Wechselkurs wird direkt auf dem Terminal oder Kassenbon angezeigt
- Die Abbuchung erscheint auf der Abrechnung als Euro-Betrag statt in lokaler Währung
Lehnen Sie das Angebot ab und bestehen Sie auf der lokalen Währung. Das gilt auch dann, wenn der Kassierer das Angebot als günstiger oder einfacher darstellt.
Bargeld im Ausland abheben
In vielen Ländern ist Bargeld weiterhin notwendig, etwa in Märkten, kleinen Restaurants oder ländlichen Regionen. Mit der richtigen Karte ist das Abheben im Ausland kostenlos.
Diese Hinweise helfen Ihnen, unnötige Kosten zu vermeiden:
- Lokale Währung wählen: Beim Abheben am Automaten gilt dieselbe DCC-Regel wie beim Bezahlen. Wählen Sie immer die lokale Währung, niemals Euro.
- Betreiberentgelt prüfen: Manche Automaten, besonders an Touristenorten und in Hotels, verlangen ein eigenes Betreiberentgelt. Dieses wird vor der Bestätigung angezeigt. Brechen Sie die Abhebung ab, wenn die Gebühr zu hoch erscheint.
- Bankeigene Automaten bevorzugen: Automaten lokaler Banken sind meist günstiger als unabhängige Betreiber-Automaten.
- Kleine Beträge häufiger abheben vermeiden: Wenn ein Betreiberentgelt als Pauschale anfällt, lohnen sich größere Einzelabhebungen mehr als viele kleine.
- Tageslimit beachten: Viele Karten haben ein tägliches Abhebungslimit. Prüfen Sie das vor der Reise.
Mehr Tipps zum Thema finden Sie im Ratgeber Kreditkarte am Geldautomaten.
Vor der Reise: Diese Vorbereitungen lohnen sich
Ein kurzer Check vor dem Abflug kann unangenehme Überraschungen verhindern. Die wichtigsten Punkte:
- Kreditlimit prüfen und ggf. erhöhen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Verfügungsrahmen für die geplanten Ausgaben ausreicht. Manche Banken erlauben ein temporäres Limit für die Reisedauer.
- PIN merken: Im Ausland ist die PIN an vielen Kassen und Automaten Pflicht. Notieren Sie sie nicht auf Papier. Lernen Sie sie auswendig oder bewahren Sie eine verschlüsselte Version separat von der Karte auf.
- Bank informieren (bei exotischen Zielen): Für ungewöhnliche Reiseziele kann es sinnvoll sein, Ihre Bank vorab zu informieren. Manche Institute sperren Karten automatisch bei ungewöhnlichen Transaktionsmustern aus unbekannten Ländern.
- Backup-Karte einpacken: Nehmen Sie mindestens zwei Karten mit, und bewahren Sie sie getrennt auf. Wenn eine Karte verloren geht oder gesperrt wird, haben Sie sofort eine Alternative.
- Kartendaten notieren: Notieren Sie die Sperrnummer Ihrer Karte und die Kartennummer an einem sicheren Ort (zum Beispiel verschlüsselt in der Cloud), nicht im Portemonnaie.
- Kontaktlos-Funktion und Apple/Google Pay aktivieren: Digitale Zahlungen sind in vielen Ländern eine praktische Backup-Option, falls die physische Karte nicht funktioniert.
Reiseversicherungen in der Kreditkarte
Einige Kreditkarten enthalten Reiseversicherungen als Standardleistung. Das spart den separaten Abschluss einer Reiseversicherung, sofern die Konditionen ausreichen. Die folgende Tabelle zeigt, welche der empfohlenen Karten welche Leistungen enthalten.
| Karte | Jahresgebühr | Reisekrankenvers. | Mietwagen-Schutz | Reiserücktritt | Gepäck |
|---|---|---|---|---|---|
| Advanzia Mastercard Gold | 0 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| TF Mastercard Gold | 0 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Bank Norwegian Visa | 0 € | ✓ | – | ✓ | ✓ |
| Hanseatic Bank GenialCard | 0 € | – | – | – | – |
| N26 You Mastercard | 9,90 €/Monat | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| N26 Metal Mastercard | 16,90 €/Monat | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Eurowings Premium | 99 €/Jahr | ✓ | ✓ | ✓ | – |
Wichtiger Hinweis: Prüfen Sie die genauen Versicherungsbedingungen direkt beim Kartenanbieter, bevor Sie auf die Kartenleistung vertrauen. Viele Versicherungen gelten nur, wenn ein Teil der Reise mit der Karte bezahlt wurde, und haben Obergrenzen für Kosten oder Personen. Für Reisen mit Begleitpersonen prüfen Sie außerdem, ob die Versicherung nur den Karteninhaber oder auch Mitreisende abdeckt.
Warum wird die Kreditkarte im Ausland abgelehnt?
Wenn die Karte im Ausland plötzlich nicht funktioniert, hat das meist einen der folgenden Gründe:
- Sicherheitssperre der Bank: Ungewöhnliche Transaktionen aus einem fremden Land können automatisch eine Sperre auslösen. Rufen Sie Ihre Bank an oder entsperren Sie die Karte per App. Eine vorherige Benachrichtigung der Bank kann das verhindern.
- Kreditlimit überschritten: Wenn das Kreditlimit ausgeschöpft ist, werden alle weiteren Transaktionen abgelehnt. Prüfen Sie das Limit vor und während der Reise in der App.
- Chip+PIN nicht unterstützt: In den USA und einigen anderen Ländern ist Chip+PIN an Automaten Standard. Karten, die nur Magnetstreifen oder NFC unterstützen, funktionieren an manchen Geräten nicht.
- Händlerakzeptanz: Nicht alle Terminals akzeptieren alle Karten. Kleine Geschäfte oder ältere Terminals in manchen Ländern unterstützen möglicherweise nur bestimmte Netzwerke oder Kartentypen.
- Fehlerhafte Kartendaten: Abgelaufene Karte, beschädigter Chip oder veraltete Kartendaten im Zahlungssystem des Händlers können ebenfalls zu Ablehnungen führen.
- Tages- oder Transaktionslimit: Viele Karten haben separate Tageslimits für Abhebungen und Zahlungen. Wenn Sie diese überschreiten, wird die Transaktion abgelehnt.
Mit zwei unterschiedlichen Karten verschiedener Netzwerke (Visa und Mastercard) haben Sie fast immer eine Backup-Option, wenn eines der Systeme in einem bestimmten Land schlechter akzeptiert wird.
Kreditkarte verloren oder gestohlen – was tun?
Handeln Sie schnell: Je früher die Karte gesperrt wird, desto kleiner ist der mögliche Schaden.
- Karte sofort sperren: Rufen Sie den deutschen Sperrnotruf +49 116 116 an. Dieser ist 24 Stunden täglich erreichbar, auch aus dem Ausland, und sperrt alle deutschen Bankkonten und Karten auf Anfrage. Alternativ können viele Karten direkt über die App gesperrt werden.
- Direkt beim Kartenanbieter anrufen: Visa-Kunden erreichen den weltweiten Notfall-Service unter +1-800-847-2911, Mastercard-Kunden unter +1-800-627-8372. Beide Nummern sind kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.
- Anzeige erstatten: Bei Diebstahl sollten Sie zeitnah eine Anzeige bei der lokalen Polizei erstatten. Viele Versicherungen setzen das als Bedingung für die Erstattung voraus.
- Notfallkarte beantragen: Visa und Mastercard können in Notfällen eine Ersatzkarte oder Notbargeld an Ihren Reiseort schicken. Erkundigen Sie sich direkt beim Notfall-Service nach den Möglichkeiten.
- Bank informieren: Ihr Kartenherausgeber sollte ebenfalls direkt informiert werden, auch wenn Sie bereits über den Sperrnotruf gesperrt haben.
Notfallnummern für das Ausland:
- Allgemeiner Sperrnotruf (aus dem Ausland): +49 116 116
- Visa Notfall-Service: +1-800-847-2911
- Mastercard Notfall-Service: +1-800-627-8372
Speichern Sie diese Nummern vor der Reise in Ihrem Telefon.
Kreditkarte in bestimmten Ländern und Regionen
Die Akzeptanz und die typischen Kostenfallen unterscheiden sich je nach Reiseziel. Diese regionalen Hinweise helfen bei der Vorbereitung:
- USA: Chip+PIN ist weit verbreitet. An Geldautomaten und an einigen Selbstbedienungskassen, etwa an Tankstellen, wird eine PIN verlangt. Karten ohne PIN oder mit veralteter Chip-Technologie funktionieren hier gelegentlich nicht. Trinkgeld wird oft auf der Kartenabrechnung separat erfasst. Nehmen Sie eine Karte mit, bei der Sie die PIN kennen.
- Japan: Viele kleine Geschäfte, Restaurants und Tempel akzeptieren keine Karten. Convenience-Stores wie 7-Eleven bieten zuverlässige ATMs auch für ausländische Karten. Nehmen Sie ausreichend Bargeld mit, besonders für Tagesausflüge abseits der großen Städte.
- Türkei: DCC wird an vielen Automaten und Touristenkassen besonders aktiv angeboten. Lehnen Sie das Angebot konsequent ab und wählen Sie immer Türkische Lira als Abrechnungswährung. Die Wechselkursaufschläge können hier besonders hoch sein.
- Südostasien (Thailand, Vietnam, Indonesien): Bargeld ist in vielen Bereichen dominierend. Automaten verlangen oft ein Betreiberentgelt von umgerechnet 3 bis 7 Euro pro Abhebung. Heben Sie größere Beträge auf einmal ab, um die Pauschale zu amortisieren.
- Großbritannien: Trotz Brexit gilt der Kurs von Visa und Mastercard. Das Pfund Sterling ist nicht in der Eurozone. Karten mit Auslandsgebühr kosten hier extra. Mit einer 0-Prozent-Karte bezahlen Sie den Kartennetzwerk-Kurs ohne Aufschlag.
- Skandinavien: Kartenzahlung funktioniert hier nahezu überall, auch für sehr kleine Beträge. Bargeld wird kaum noch genutzt. Die Auslandsgebühr fällt an, da Dänemark, Schweden und Norwegen nicht im Euroraum sind.
Kreditkarte und Banking-Apps auf Reisen
Moderne Banking-Apps machen das Reisen mit Kreditkarte deutlich komfortabler. Was die meisten Apps können:
- Karte sperren und entsperren: Bei Verlust oder Verdacht auf Missbrauch können Sie die Karte in Sekunden per App sperren, ohne die Hotline anrufen zu müssen.
- Echtzeit-Benachrichtigungen: Push-Mitteilungen bei jeder Transaktion helfen, unautorisierte Abbuchungen sofort zu erkennen.
- Limit anpassen: Viele Apps erlauben es, Tageslimits für Abhebungen und Zahlungen direkt zu verändern.
- Wechselkurs prüfen: Einige Apps zeigen den aktuellen Kartennetzwerk-Kurs an, bevor Sie bezahlen, sodass Sie DCC-Angebote leichter erkennen.
- Umsätze in Fremdwährung nachvollziehen: Die App zeigt den abgebuchten Betrag in lokaler Währung und in Euro, transparent und übersichtlich.
N26, Bank Norwegian und Revolut gehören zu den Karten mit besonders starken App-Funktionen für Reisende. Wer vorwiegend mit einer klassischen Hausbankkarte reist, sollte prüfen, welche Funktionen die jeweilige Bank-App im Auslandskontext bietet.
Häufige Fragen zur Kreditkarte im Ausland
- Welche Kreditkarte ist am besten für Auslandsreisen?
- Für Reisende, die keine Jahresgebühr zahlen möchten, sind Advanzia Mastercard Gold und TF Mastercard Gold die stärksten Optionen: beide kostenlos, 0 Prozent Auslandsgebühr, 0 Prozent auf Abhebungen und umfassende Reiseversicherungen. Wer ein monatliches Abo akzeptiert, bekommt mit der N26 You Mastercard (9,90 Euro pro Monat) ein vollständiges Reiseversicherungspaket dazu.
- Brauche ich eine echte Kreditkarte oder reicht eine Debitkarte im Ausland?
- Für normale Zahlungen und Abhebungen reicht eine Debitkarte mit Visa- oder Mastercard-Logo. Für Mietwagen und Hotel-Kautionen verlangen viele Anbieter jedoch eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen. Im Zweifel nehmen Sie beide Typen mit.
- Was passiert, wenn meine Kreditkarte im Ausland nicht funktioniert?
- Häufige Ursachen sind eine automatische Sicherheitssperre der Bank, ein erschöpftes Kreditlimit oder ein fehlender Chip+PIN-Support. Entsperren Sie die Karte per App oder rufen Sie Ihre Bank direkt an. Mit einer Backup-Karte eines anderen Netzwerks (Visa oder Mastercard) können Sie sofort weiter bezahlen.
- Ist Bargeld oder Karte im Ausland günstiger?
- Mit einer 0-Prozent-Reisekarte ist Kartenzahlung fast immer günstiger als Geldwechsel an einem Wechselschalter oder Airport-Kiosk, die in der Regel schlechte Kurse mit Provision anbieten. Abhebungen am Geldautomaten vor Ort sind mit einer geeigneten Karte ebenfalls günstiger als vorab getauschtes Bargeld.
- Kann ich überall im Ausland mit Kreditkarte bezahlen?
- In den meisten touristischen Regionen und Städten ja. In ländlichen Gebieten, kleinen Märkten und Ländern mit geringer Karteninfrastruktur (besonders in Teilen Asiens und Afrikas) ist Bargeld weiterhin unverzichtbar. Planen Sie für solche Regionen ausreichend Bargeld ein.