Die Trade Republic Karte kostet je nach Modell zwischen 0 und 50 Euro einmalig. Danach fällt keine Jahres- oder Monatsgebühr an. Zwei Kostenfallen bleiben trotzdem: kleine Bargeldabhebungen unter 100 Euro und die Kontoaufladung per Karte statt per Überweisung. Dieser Ratgeber zeigt alle Gebühren im Detail, inklusive der Punkte, die auf der offiziellen Trade-Republic-Seite leicht übersehen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Virtuelle Karte: kostenlos
- Classic Card (Plastik): 5 Euro einmalig
- Mirror Card (Metall): 50 Euro einmalig
- Keine laufende Jahres- oder Monatsgebühr bei allen drei Modellen
- Bargeldabhebung ab 100 Euro weltweit kostenlos, darunter 1 Euro pro Abhebung
- Keine Fremdwährungsgebühr, Abrechnung zum offiziellen Visa-Wechselkurs
- Kontoaufladung per Karte, Apple Pay oder Google Pay kostet 1 %, SEPA-Überweisung ist kostenlos
- Ersatzkarte bei Verlust oder Ablauf kostet erneut den vollen Ausgabepreis (5 bzw. 50 Euro)
Die drei Kartenmodelle und ihre Preise
Trade Republic bietet die Karte in drei Varianten an. Sie unterscheiden sich ausschließlich im einmaligen Ausgabepreis und im Material. Funktional sind alle drei Karten identisch: gleiche Gebührenstruktur, gleiches Saveback-Programm, gleiche Abhebe-Konditionen.
| Kartenmodell | Preis | Material | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Virtuelle Karte | 0 Euro | Digital (Apple Pay / Google Pay) | Sofort einsatzbereit, kein Versand nötig |
| Classic Card | 5 Euro einmalig | Kunststoff | Physische Karte für Bargeldabhebung und Kartenterminals |
| Mirror Card | 50 Euro einmalig | Metall | Hochwertigere Verarbeitung, gleiche Funktionen wie Classic Card |
Wer die Karte nur für Kartenzahlungen per Smartphone nutzt, kommt mit der kostenlosen virtuellen Karte aus. Für Bargeldabhebungen am Automaten ist eine physische Karte Pflicht. Meist reicht dafür die günstigere Classic Card. Die Mirror Card aus Metall bietet keine zusätzlichen Gebührenvorteile gegenüber der Classic Card. Der Aufpreis von 45 Euro ist reine Optik.
Alle Gebühren auf einen Blick

Die folgende Tabelle bündelt sämtliche Kostenpunkte der Trade Republic Karte an einem Ort, inklusive der Positionen, die auf Vergleichsseiten häufig fehlen. Die Grundpreise stammen direkt von der offiziellen Trade-Republic-Produktseite.
| Kostenpunkt | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Kartenausgabe virtuell | 0 Euro | Sofort verfügbar |
| Kartenausgabe Classic Card | 5 Euro einmalig | Kein Abo, keine Jahresgebühr |
| Kartenausgabe Mirror Card | 50 Euro einmalig | Kein Abo, keine Jahresgebühr |
| Laufende Jahres-/Monatsgebühr | 0 Euro | Gilt für alle drei Modelle |
| Bargeldabhebung ab 100 Euro | 0 Euro | Weltweit, unbegrenzte Anzahl |
| Bargeldabhebung unter 100 Euro | 1 Euro pro Abhebung | Gilt im In- und Ausland gleichermaßen |
| Fremdwährungsgebühr | 0 % | Abrechnung zum offiziellen Visa-Wechselkurs ohne Aufschlag |
| Kontoaufladung per Karte / Apple Pay / Google Pay | 1 % der Summe | Nur bei Einzahlung per Karte, nicht bei Kartennutzung selbst |
| Kontoaufladung per SEPA-Überweisung | 0 Euro | Empfohlener Weg für größere Beträge |
| Ersatzkarte bei Verlust, Diebstahl oder Ablauf | 5 bzw. 50 Euro | Gleicher Preis wie die Erstausgabe des jeweiligen Modells |
Bargeldabhebung: Kosten und Limits
Bargeld abheben ist mit der Trade Republic Karte an jedem Visa-Automaten weltweit möglich, solange der abgehobene Betrag mindestens 100 Euro beträgt. Ab dieser Grenze ist die Abhebung unbegrenzt oft kostenlos. Das gilt im Inland genauso wie im Ausland.
Unter 100 Euro kostet jede Abhebung 1 Euro, egal welcher Automatenbetreiber oder welches Land. Zusätzlich gibt es Obergrenzen: maximal 1.500 Euro pro Tag und 6.000 Euro pro Woche. Im Alltag betrifft das kaum jemanden. Vor Reiseantritt oder größeren privaten Käufen lohnt sich aber ein Blick auf diese Limits.
Fremdwährung und Auslandseinsatz
Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei der Trade Republic Karte grundsätzlich gebührenfrei. Die Umrechnung erfolgt zum offiziellen Visa-Wechselkurs. Einen zusätzlichen Aufschlag gibt es nicht. Das gilt für Kartenzahlungen im Geschäft, online und für Bargeldabhebungen im Ausland, solange die 100-Euro-Freigrenze eingehalten wird.
Für Vielreisende heißt das: größere Beträge auf einmal abheben, dann bleiben die Kosten im Ausland genau wie in Deutschland. Eine gesonderte Auslandseinsatzgebühr, wie sie bei vielen klassischen Kreditkarten üblich ist, gibt es bei Trade Republic nicht.
Ersatzkarte, Verlust und Kontoaufladung
Zwei Kostenpunkte werden auf den meisten Vergleichsseiten nicht erwähnt, sind für die tatsächliche Kostenbilanz aber relevant.
Ersatzkarte: Geht die Karte verloren, wird sie gestohlen oder läuft sie ab, fällt erneut die Ausgabegebühr des jeweiligen Modells an. Für die Classic Card sind das wieder 5 Euro, für die Mirror Card 50 Euro. Eine Sonderregelung für Verlustfälle gibt es nicht.
Kontoaufladung: Einzahlungen per Debit- oder Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay kosten 1 % der Summe. Bei 500 Euro Einzahlung sind das 5 Euro Gebühr. Diese Kosten lassen sich vermeiden. Eine SEPA-Überweisung vom eigenen Girokonto ist kostenlos und dauert meist nur einen Bankarbeitstag.
Lohnt sich die Trade Republic Karte trotz der Kosten?
Für die meisten Nutzer relativieren sich die Kosten schnell. Die einmalige Ausgabegebühr von 5 Euro für die Classic Card liegt unter der Jahresgebühr fast jeder klassischen Kreditkarte. Dazu kommt das Saveback-Programm: Trade Republic legt 1 % jeder Kartenzahlung in einen selbst gewählten Sparplan an, sofern dieser mit mindestens 50 Euro monatlich bespart wird. Das gleicht einen Teil der Ausgaben automatisch wieder aus.
Digitale Vielnutzer zahlen mit der virtuellen Karte dauerhaft 0 Euro. Zwei Fallen bleiben trotzdem: kleine Bargeldabhebungen unter 100 Euro und Kontoaufladungen per Karte statt per Überweisung. Wer beides vermeidet, landet mit der Trade Republic Karte bei einer der günstigsten Gesamtkostenrechnungen am Markt.
Ein Nachteil bleibt bestehen: Die Trade Republic Karte ist eine Debitkarte ohne echten Kreditrahmen und ohne Versicherungspaket. Für eine klassische, kostenlose Kreditkarte mit Reiseversicherung lohnt sich ein Blick in unseren Trade-Republic-Kreditkarte-Erfahrungsbericht sowie in die Übersicht aller Kreditkarten im Vergleich.
Häufige Fragen zur Trade Republic Karte
Ist die virtuelle Trade Republic Karte wirklich komplett kostenlos?
Ja. Die virtuelle Karte kostet weder bei der Ausgabe noch im laufenden Betrieb etwas. Einzige Voraussetzung ist ein Trade-Republic-Konto. Für Kartenzahlungen per Apple Pay oder Google Pay reicht die virtuelle Karte vollständig aus.
Was kostet eine Ersatzkarte bei Verlust oder Diebstahl?
Die Ersatzkarte kostet denselben Betrag wie die ursprüngliche Ausgabe: 5 Euro für die Classic Card und 50 Euro für die Mirror Card. Es gibt keinen Rabatt oder eine kostenlose Ersatzausstellung, unabhängig vom Grund des Kartenverlusts.
Fallen bei der Trade Republic Karte im Ausland Gebühren an?
Nein, solange bei Bargeldabhebungen die 100-Euro-Grenze eingehalten wird. Kartenzahlungen in Fremdwährung sind ohnehin immer gebührenfrei, da Trade Republic keinen Aufschlag auf den offiziellen Visa-Wechselkurs berechnet.
Was passiert, wenn ich unter 100 Euro abhebe?
Dann fällt eine Gebühr von 1 Euro pro Abhebung an, unabhängig davon, ob der Automat im In- oder Ausland steht. Um die Gebühr zu vermeiden, sollten Nutzer größere Beträge seltener statt kleine Beträge häufiger abheben.
Lohnt sich die 50-Euro-Mirror-Card gegenüber der 5-Euro-Classic-Card?
Funktional gibt es keinen Unterschied, beide Karten haben identische Gebühren und Limits. Die Mirror Card kostet 45 Euro mehr ausschließlich für das Metallgehäuse. Wer keinen Wert auf die Optik legt, spart mit der Classic Card bares Geld ohne Nachteile.
Kostet die Kontoaufladung bei Trade Republic etwas?
Nur bei Einzahlung per Karte, Apple Pay oder Google Pay: hier fallen 1 % der Summe an. Eine SEPA-Überweisung vom eigenen Girokonto auf das Trade-Republic-Konto ist dagegen kostenlos und in der Praxis der günstigste Weg, Guthaben aufzuladen.