Google Pay heißt jetzt Google Wallet: Das ändert sich beim Einrichten
Google Pay und Google Wallet sind nicht dasselbe, gehören aber eng zusammen. Die App hieß früher eigenständig Google Pay, wurde inzwischen aber in Google Wallet umbenannt. Wer heute eine Kreditkarte hinzufügen möchte, öffnet also die Google Wallet App auf dem Smartphone, nicht eine separate Google-Pay-App. Google Pay bleibt trotzdem bestehen, allerdings nur noch als Name für die Bezahlfunktion selbst, die beim kontaktlosen Bezahlen im Geschäft oder online zum Einsatz kommt.
Kreditkarte in Google Wallet einrichten: Schritt für Schritt
Vor dem ersten Schritt braucht das Smartphone drei Dinge: NFC-Unterstützung, eine aktive Bildschirmsperre und ein angemeldetes Google-Konto. Ohne Bildschirmsperre lässt sich keine Karte hinzufügen, denn Google Wallet nutzt sie als Sicherheitsmerkmal für jede einzelne Zahlung.
So läuft die Einrichtung konkret ab:
- Öffnen Sie die Google Wallet App auf Ihrem Smartphone.
- Tippen Sie unten auf „Zu Wallet hinzufügen".
- Wählen Sie Zahlungskarte und dann „Neue Kredit- oder Debitkarte".
- Erfassen Sie die Karte per Kamera oder tragen Sie die Daten manuell ein.
- Tippen Sie auf „Speichern und fortfahren".
- Lesen Sie die Bedingungen des Kartenausstellers und tippen Sie auf „Akzeptieren".
- Bestätigen Sie bei Bedarf die gewünschte Zahlungsmethode.
Die genauen Schritte und aktuelle Screenshots dazu liefert die offizielle Google-Wallet-Hilfe, falls einzelne Menüpunkte auf Ihrem Gerät leicht abweichen.
Für viele Karten legt Google Wallet danach automatisch eine virtuelle Kartennummer an, die beim Bezahlen anstelle der echten Kartendaten übertragen wird. Zum Bezahlen im Laden reicht es danach, das entsperrte Smartphone ans Kartenlesegerät zu halten, genau wie beim kontaktlosen Bezahlen mit einer physischen Karte.
Alternativer Weg: Karte über die Banking-App hinzufügen
Manche Banken bieten einen schnelleren Weg direkt über die eigene App an. Öffnen Sie dazu die App oder Website Ihrer Bank, melden Sie sich an und suchen Sie nach der Option „Zu Google Pay hinzufügen". Fehlt dieser Button, unterstützen Ihre Bank oder Karte diesen Weg aktuell nicht. Dann bleibt nur die Einrichtung direkt über die Google Wallet App.
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Diese Fehler tauchen beim Einrichten häufig auf
Fünf Fehlermeldungen tauchen beim Einrichten am häufigsten auf, jeweils mit einer klaren Ursache und Lösung. Nicht jede Einrichtung klappt eben beim ersten Versuch.
„Karteneinrichtung konnte nicht abgeschlossen werden": Die Bank hat die Karte aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Prüfen Sie Name, CVC und Rechnungsadresse auf Tippfehler und wenden Sie sich notfalls direkt an den Kartenaussteller. Häufig klappt es alternativ über den Weg in der Banking-App.
„Karte kann nicht für mobiles Bezahlen eingerichtet werden": Bank oder Karte unterstützen Google Wallet grundsätzlich nicht. Trotzdem lässt sich die Karte für Google-Dienste und den Google-Pay-Button beim Online-Einkauf nutzen.
„Smartphone kann nicht für mobiles Bezahlen eingerichtet werden": Entweder fehlt NFC, oder das Gerät erfüllt die Sicherheitsstandards nicht, etwa weil es gerootet ist oder einen entsperrten Bootloader hat.
„Mit der Karte kann nicht online bezahlt werden": Die Karte ist auf Zahlungen im Geschäft beschränkt und funktioniert nicht für Online-Einkäufe.
„Zu viele Karten in Wallet hinzugefügt": Das Speicherlimit ist erreicht. Entfernen Sie eine nicht genutzte Karte, bevor Sie eine neue hinzufügen.
Verschwindet eine bereits eingerichtete Karte von selbst, liegt es meist an einer deaktivierten Bildschirmsperre, an einer über 90 Tage ungenutzten App oder an einem zurückgesetzten Smartphone.
Welche Banken und Kreditkarten unterstützen Google Pay?
Bei den meisten deutschen Banken funktioniert Google Pay für Visa- und Mastercard-Kreditkarten, American Express wird ebenfalls direkt unterstützt. Dazu zählen unter anderem DKB, ING, Comdirect, Commerzbank, Deutsche Bank und Barclays sowie zahlreiche Direktbanken und Fintechs.
Sparkassen unterstützen Google Pay für die Girocard nicht und setzen stattdessen auf die eigene App Mobiles Bezahlen, die auch die klassische Sparkassen-Kreditkarte abdeckt. Eine Ausnahme bilden separat ausgegebene Mastercard- oder Visa-Kreditkarten mit Sparkassen-Branding: Medienberichten zufolge funktionieren einige davon trotzdem mit Google Pay, je nachdem, welches Institut die Karte tatsächlich ausstellt. Auch Volksbanken und Raiffeisenbanken nutzen unter Android meist ihre eigene VR Banking App statt Google Pay. Eine klassische Girocard ohne Visa- oder Mastercard-Co-Badge wird von Google Pay generell nicht unterstützt.
Am schnellsten lässt sich die eigene Bank direkt beim Hinzufügen in der Google Wallet App prüfen: Nicht unterstützte Institute tauchen dort gar nicht erst in der Auswahl auf.
Wie sicher ist es, die Kreditkarte in Google Pay zu speichern?
Ja, das Bezahlen mit Google Pay gilt als sicher, in mancher Hinsicht sogar sicherer als eine physische Kreditkarte. Beim Bezahlen wird nie die echte Kartennummer an den Händler übertragen, stattdessen kommt eine verschlüsselte virtuelle Kartennummer zum Einsatz.
Für Beträge bis 25 Euro ist laut Verbraucherzentrale keine zusätzliche Bestätigung nötig, bei höheren Beträgen verlangt Google Wallet eine erneute Entsperrung des Smartphones. Google gibt außerdem an, weder personenbezogene Daten noch den Transaktionsverlauf zu verkaufen.
Ganz ohne Datenspur läuft es trotzdem nicht. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Google zu jeder Zahlung Datum, Uhrzeit, Händlername, Händlerstandort und die Art des Kaufs erfasst. Diese Daten lassen sich mit anderen Google-Diensten kombinieren und für personalisierte Werbung nutzen. Wer das vermeiden möchte, sollte die Datenschutzeinstellungen im eigenen Google-Konto vor der Einrichtung prüfen. Weitere Tipps zur Kreditkartensicherheit haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.
Häufige Fragen zu Google Pay und der Kreditkarte
Ist Google Pay dasselbe wie Google Wallet?
Nein, die beiden Namen bezeichnen unterschiedliche Dinge, die eng zusammengehören. Die App auf dem Smartphone heißt Google Wallet, die Bezahlfunktion darin trägt weiterhin den Namen Google Pay.
Kostet Google Wallet etwas?
Google Wallet kostet nichts, weder für die Grundnutzung noch für das Hinterlegen mehrerer Karten.
Funktioniert Google Pay auch auf dem iPhone?
Nein, Google Pay läuft ausschließlich auf Android-Smartphones. iPhone-Nutzer greifen stattdessen zu Apple Pay, das die Kreditkarte auf ganz ähnliche Weise einrichtet.
Welche Banken unterstützen Google Pay nicht?
Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken bieten für ihre Girocard in der Regel kein Google Pay an und setzen stattdessen auf eigene Apps für das mobile Bezahlen unter Android. Separat ausgegebene Kreditkarten mit Sparkassen-Branding funktionieren laut Medienberichten teilweise trotzdem.